Arbeiten außer Haus

Wer im Homeoffice arbeitet, kennt das vielleicht: das Gefühl, dass einem Decke auf den Kopf fällt. Relative Enge, die Stille eines leeren Hauses – das kann unangenehm werden. Und die Konzentration beeinträchtigen, zumal die nächsten Ablenkungen in Gestalt von Fernseher, Küche, Haushalt, Garten etc. ja gleich um die Ecke sind. Und ehe man sich versieht, sind zwei Stunden rum – ohne greifbare Resultate.

 

 

Wer dem entgehen will, der kann dauerhaft oder temporär außer Haus arbeiten. Dazu bieten sich verschiedene Möglichkeiten, die ich mir einmal angesehen und für mich gestet habe.

 

Dabei waren mir besonders wichtig:

  • Ablenkungsfreiheit
  • Arbeitsatmosphäre
  • Kommunikation
  • Infrastruktur

1. Co-Working-Space

Als Premiummitglied des Business-Netzwerkes XING hat man die Möglichkeit, die CoWorking-Lounge von Design Offices zwei Stunden kostenfrei zu nutzen. Dabei handelte sich um einen relativ offenen Bereich in der Lobby mit mehreren Plätzen an einen großen Arbeitstisch, sowie einer Lounge mit Teeküche. Für höhere Ansprüche können unterschiedlich ausgestatte Arbeitsplätze im CoWorking-Bereich oder Einzelbüros angemietet werden; außerdem sind Besprechungs- und Seminarräume vorhanden. Die Einrichtung ist funktional und stylish, alle erforderlichen Annehmlichkeiten wie W-LAN, Küche, Drucker etc. sind vorhanden.

 

Natürlich kann es auch mal lauter werden, da Besprechungen und Telefonate nun Mal zum Geschäftsleben dazu gehören. Wen das wenn das nicht stört, der findet hier fast optimale Arbeitsmöglichkeiten vor. Und wer vielleicht unfreiwillig aus dem Büro in’s Home-Office „verbannt“ wurde und den Trubel vermisst, der kann hier ganz sicher glücklich werden.

 

2. Bibliothekslesesaal

Ja, richtig gelesen. Der Lesesaal der württembergischen Landesbibliothek in Stuttgart war mein nächster Anlaufpunkt. Er bietet rund 200 Arbeitsplätze in Form von Einzel- und Zweiertischen inmitten von Bücherregalen in einem schlichten, funktionalen Ambiente im Stil der sechziger Jahre. Gedacht sind sie für wissenschaftliche Arbeiten. Das heisst: Tisch, Lampe, Steckdose, W-LAN – das war’s. Sprechen und Telefonieren sind verboten, es herrscht konzentrierte, beinahe klösterlicher Stille. Ablenkungsgefahr: minimal. Ideal fürs für das Verfassen von Texten, zum recherchieren oder einfach mal zum nachdenken. Wer das nicht mehr aushält, findet außerhalb des Lesesaales Gruppenarbeitstische, eine Cafeteria und Infrastruktur wie Fotokopierer etc. Und natürlich Unmengen von Büchern!

 

Wem es in erster Linie um konzentriertes Arbeiten geht, ohne sich dabei daheim einzuschließen, der ist hier bestens bedient.

 

Weniger dunkles Holz, weniger Staubgeruch, stattdessen viel Weiß, ein modernes, offenes Interieur und verteilte Arbeitsinseln statt Lesesaal – das bietet die neue Stuttgarter Stadtbücherei. Etwas weniger still und konzentriert ist natürlich auch –  schließlich ist es ja auch eine Publikums- und keine wissenschaftliche Bibliothek.

 

Es sollte also jeder seine Lieblingsbücherei finden können. Ich persönlich fühle mich schon seit meiner Studienzeit in der „LaBi“ wohl, dafür bietet die Stadtbücherei eine deutlich größere Auswahl an Büchern und Zeitschriften mit Business-Bezug.

 

3. Starbucks

Über das Arbeiten bei Starbucks (oder natürlich in einem anderen Coffeeshop) ist schon viel geschrieben worden, deshalb hier nur in aller Kürze die wichtigsten Punkte:

  • Ruhe: Fehlanzeige, dafür ein lebhaftes, inspirierendes Umfeld
  • Besserer Kaffee als in allen anderen Locations
  • Auch für kleinere Meetings oder ein Treffen mit einem Kunden bestens geeignet
  • Klar: freies WLAN

Übrigens: Starbucks lebt vom Verkauf von Speisen und Getränken. Wer also länger dort arbeiten möchte, sollte auch einigermaßen regelmäßig etwas bestellen. Und: Trinkgelder und ein freundlicher Umgang mit dem Personal lohnen sich immer!

 

Und jetzt wünsche ich viel Spaß bei der Auswahl der optimalen Arbeitsumgebung.

 

Oder bleiben Sie doch lieber im Homeoffice?

 

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