Die richtige Struktur für Deinen Traumjob - und warum sie keine Rolle spielt

Welche Struktur Deiner Arbeit, welche äußere Form ist besser geeignet, den eigenen Traumjob zu realisieren - eine Festanstellung oder die Selbständigkeit? Dazu findest Du im Netz eine Unmenge Ratgeber. Für die einen ist die (am besten gleich ortsunabhängige) Selbständigkeit der einzige Weg, den Zwängen des beruflichen Hamsterrades zu entfliehen - für die anderen ist eine sozialversicherungspflichtige Tätigkeit in Vollzeit das Ideal einer erfolgreichen Karriere. Und weißt Du was: beide haben irgendwie (un)recht! 

 

Als ich dabei war, in meinen Traumjob zu starten, habe ich mich mit der Frage "Selbständig oder angestellt" schon mal in einem älteren Artikel befasst. Damals ging es mir um die Unterschiede zwischen beiden Formen in einem konkreten Tätigkeitsfeld - dem Vertrieb. Und es ging mir darum, mit der Idee aufzuräumen, als Angestellter (und nur als Angestellter) gebe es so etwas wie Sicherheit im Job.

 

Sicherheit, das war damals mein Fazit (und ist es bis heute), gibt es nur durch eigenes Handeln - oder, genauer gesagt, durch erfolgreiches eigenes Handeln. Und dann ist es relativ egal, wie die Strukturen aussehen: wer gut tut, was er gerne tut, der ist davon relativ unabhängig. Umgekehrt gilt: wer lieb- und erfolglos vor sich hin wurschtelt, ist in den wenigsten Strukturen und Unternehmen auf Dauer "sicher".

 


Sicherheit im Beruf gibt es nur durch eigenes Handeln!


 

Aber natürlich gibt es da noch mehr Aspekte als die Frage der Sicherheit. Wer selbständig arbeiten möchte, muss (darf?) sich mit einer Vielzahl von Aspekten befassen:

  • Unternehmens- und Rechtsformen (passt eine GmbH für mein Projekt oder ist eine GbR die bessere Wahl?)
  • steuerliche Aspekte
  • eine wesentlich andere (und oft schlechtere) Behandlung bei der Kranken-
  • und Sozialversicherung
  • Scheinselbständigkeit und andere rechtliche Risiken
  • Sonderformen wie Franchise oder Network-Marketing

wären da nur einige der möglichen Themen.

 

Ich habe inzwischen aus Gesprächen mit Angestellten wie mit Selbständigen vor allem eines gelernt: um erfolgreich selbständig zu sein, muss man selbständig sein wollen! Wenn die eigene Motivation stark genug ist, wenn man weiß, warum und wofür man tut, was man tut - dann lassen sich alle Nachteile in Kauf nehmen. Und für eine angestellte Tätigkeit sollte genau das Gleiche gelten: wer sich bewusst für etwas entscheidet, für den überwiegen immer die Vorteile. Unglücklich machen uns Entscheidungen nämlich vor allem dann, wenn es nicht unsere eigenen sind.

 


Selbständig oder angestellt -
wenn Du Dich bewusst entscheidest, entscheidest Du in jedem Fall richtig.


 

Und wenn Du Dir nicht sicher bist? Dann hör mal in Dich rein: was fühlt sich besser an, was kannst Du Dir besser vorstellen? Was löst eher Freude, was eher ein ungutes Gefühl bei Dir aus? Mit diesen Fragen bist Du deiner Entscheidung schon mal auf der Spur.

 

Ein Maßstab ist natürlich auch Dein Traumjob selber. Möglicherweise gibt der ja die Form schon vor. So dürfte es ebenso schwierig sein, als Finanzbeamter selbständig wie als Alleinunterhalter angestellt zu arbeiten...

 

Übrigens ist natürlich auch eine Mischform denkbar, neudeutsch auch gerne als "Sidepreneur" bezeichnet: eine selbständige Tätigkeit neben einem festen (Teilzeit)-Job. Das kann eine Übergangsform sein, aber auch ein Lebensstil.

 

Aber wie auch immer die Struktur aussieht, für die Du Dich entscheidest: wichtig ist, dass Du tust, was Du liebst und wie Du es liebst!

 


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